Yoga Marketing: Kundengewinnung einfach erklärt

Um mehr Kunden für dein Yogastudio zu gewinnen und mehr Menschen für Yoga zu begeistern, brauchst du effektives Marketing.

Donnerstag,   |   Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten

Egal ob du bereits länger Yoga unterrichtest oder erst bald dein eigenes Yogastudio eröffnen möchtest, Marketing und Kundengewinnung gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten der Selbständigkeit. Eine Ausbildung als Yogalehrer:in und die Eröffnung eines Studios sind in der Regel mit hohem Zeitaufwand und Kosten verbunden. Aus diesem Grund ist es essenziell, dein Yogastudio mit Kunden zu füllen, damit dein Geschäft profitabel wird.

Daher lohnt es sich auf jeden Fall, dich intensiv mit dem Thema Yoga Marketing auseinanderzusetzen und die unterschiedlichen Wege kennenzulernen, welche dir ermöglichen, mehr Kunden für dein Yogastudio zu gewinnen. 

Das Ziel dieses Beitrags ist es, dir diverse Konzepte, Tools und Ideen für Yoga Marketing vorzustellen. Danach kannst du selbst entscheiden, welche von unseren Tipps du in deiner Tätigkeit als Yogalehrende einsetzen willst, um deine Yogakurse zu füllen und möglichst viele Menschen für Yoga zu begeistern. 

1. Die Grundlagen von Yoga Marketing

1.1 Definiere deine Zielgruppe

Bevor du mit Marketing-Aktivitäten loslegst, musst du dir die Zeit nehmen und gut überlegen, wie die Zielgruppe für dein Yogastudio aussieht. 

Unter einer Zielgruppe versteht man Personen mit ähnlichen Merkmalen, die sich für dein Angebot interessieren und letztendlich dein Produkt oder deine Dienstleistung kaufen würden. Das sind die Menschen, die du in der Zukunft durch verschiedene Marketingmaßnahmen erreichen willst, um sie als aktiver Kunde zu gewinnen.

Eine Person aus der Zielgruppe für dein Yogastudio könnte beispielsweise folgende Merkmale haben:

  1. – 30-jährige Frau, die in Köln wohnt
  2. – Sie arbeitet im Büro und verdient mehr als 48 000 € im Jahr
  3. – Sie möchte Yoga üben, um Stress abzubauen und neue Freund:innen zu finden
  4. – Für sie ist die Qualität des Yogakurses ausschlaggebend

Die Zielgruppe für dein Yogastudio

1.2 Gestalte dein Yoga-Portfolio

Bei der Gestaltung deines Yoga-Portfolios solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Produkte und Dienstleistungen du deinen Kund:innen anbieten möchtest. Dabei sind die Bedürfnisse deiner Zielgruppe zu beachten, z.B. bevorzugte Kurszeiten und Kursformen.

Ein Yoga-Portfolio kann beispielsweise Folgendes beinhalten:

  1. – Yogakurse für spezifische Zielgruppen (z.B. Kinder, Schwangere, Senioren)
  2. – Yogakurse an besonderen Orten (z.B. im Park, am Meer)
  3. – Verschiedene Yogarichtungen (z.B. lyengar, Sivanada, Ashtanga, Vinyasa, Satyananda, Vini, Luna)
  4. – Vertrieb von Yogaausstattung (z.B. Matten, Klötze, Meditationskissen, Nasenspülkännchen)
  5. – Workshops (z.B. Schweigeseminare, Fortbildungen für andere Yogalehrende)
  6. – Yogareisen (Gruppenreisen, z.B. mit Yoga-Reiseveranstaltern)

1.3 Bestimme die Preise für deine Yogakurse

Die Bepreisung deines Yoga-Angebots ist ein wichtiger Grundstein für dein Marketing. Hohe Preise können dazu führen, weniger aktive Kunden zu gewinnen – unabhängig von deinen Marketing-Maßnahmen. Wenn du für dein Angebot jedoch nicht genug verlangst, kann es schwierig werden deine Kosten zu decken. Deswegen ist es wichtig, faire Preise für deine Yogakurse zu setzen. Deine Probetrainings solltest du übrigens nicht ausnahmslos kostenlos anbieten. 

1.4 Denke an Rabattaktionen

Feste Preise können mithilfe von Rabattaktionen zu attraktiven Marketing-Maßnahmen werden, um neue Kund:innen zu gewinnen oder bestehende Kund:innen an dich zu binden.

Durch einen kleinen Rabatt für Kund:innen, die frühzeitig deine Kurse buchen, kannst du mehr Planungssicherheit bekommen und für eine solide Kursauslastung sorgen.

Mengenrabatte sind eine weitere mögliche Maßnahme. Du kannst beispielsweise die 10er-Karte für 10 % weniger als das Einzelticket verkaufen, oder den Jahresvertrag um 15 % senken im Vergleich zu dem Monatsabo. 

Nicht zu vergessen sind Feiertagsaktionen, zum Beispiel für Weihnachten oder Ostern. Viele Menschen nutzen solche Angebote, um für Familie und Freunde Geschenke in Form von Gutscheine zu besorgen.

1.5 Erarbeite ein Weiterempfehlungsprogramm

Die klassische Weiterempfehlung bleibt für Anbieter ein wichtiger Weg, um neue Menschen auf dein Unterricht aufmerksam zu machen. 

Du kannst deine Teilnehmer:innen aktiv wissen lassen, dass du dich darüber freust, wenn sie dein Angebot weiterempfehlen. Spezielle „Bring a Friend“ Aktionen können ebenfalls sinnvoll sein. Du kannst deine Teilnehmer:innen dazu motivieren, Freunde und Bekannte in deine Kurse mitzubringen und die dafür mit einer kostenlosen Stunde belohnen.

Kundengewinnung durch Weiterempfehlungen

2. Offline-Marketing für Yoga

2.1 Unterrichte in anderen Yogastudios oder Volkshochschulen

Hier geht es nicht darum, anderen Yogastudios die Teilnehmer „zu klauen“, sondern darum, ein gutes Netzwerk aufzubauen. Durch die Kommunikation mit anderen Yogalehrenden informierst du dich über die neuen Trends auf dem Yoga-Markt und kannst dein Marketing entsprechend anpassen. Kooperationen mit Kolleg:innen aus der Branche sind ein weiterer wichtiger Faktor für deinen langfristigen Erfolg. 

2.2 Profitiere von lokaler Werbung

Dieser Punkt wird von vielen Yogalehrenden immer noch unterschätzt. Stell dir vor, du eröffnest ein Yogastudio oder gibst Yogastunden im Park. Was du machen könntest, ist online alle lokalen Zeitungen sowie Stadtmagazine recherchieren und die Redaktion über das neue Angebot in der Stadt informieren. Wenn du deine Neueröffnung noch mit einem speziellen Event kombinierst, kannst du die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich Lokalredakteure für dich interessieren.

2.3 Lege Flyer in Geschäften deiner Umgebung aus

Dabei kommt es darauf an, wo du die Flyer auslegst. Du kennst ein Café, dessen typische Kund:innen große Überschneidungen mit deiner anvisierten Zielgruppe beziehungsweise deinen aktuellen Kund:innen hat? Wunderbar! Flyer solltest du nicht „auf gut Glück“ auslegen, sondern an Orten, an denen du potenzielle Teilnehmer:innen erwartest.

2.4 Nutze Yoga im Freien als Marketing-Aktivität

Ein großer Vorteil von Outdoor Kursen ist, dass du Sichtbarkeit im öffentlichen Raum genießen kannst. Wenn du beispielsweise eine Yogastunde im Park durchführst, ist sie für alle Passanten sichtbar. So kannst du Interessierte direkt ansprechen und deine Kurse bewerben. Versuche dabei immer dein Logo auffällig zu machen, auch wenn es nur auf dein T-Shirt steht. So gewinnt deine Marke an Aufmerksamkeit und Bekanntheit. 

Yogakurs im Freien

3. Online-Marketing für Yoga

3.1 Hinterlege einen Google-Business Eintrag

Das ist eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung. Der Unternehmenseintrag sorgt unter anderem dafür, dass du auf Google Maps erscheinst und verbessert deine Sichtbarkeit. Nicht wundern, falls schon ein Eintrag besteht –  diesen kannst du übernehmen, indem du dich verifizieren lässt.

3.2 Erstelle eine (gute) Website

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich potenzielle Neukunden online über dein Yogastudio informieren, ist sehr hoch und die Bedeutung der Online-Präsenz ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Sobald jemand einmal etwas von dir gehört hat und dich im Internet sucht, wird er auf deine Website stoßen. Aus diesem Grund ist es wichtig, deine Website stets aktuell zu halten, nicht nur der Inhalt, sondern auch das Design.

Einige Dinge, die Pflichtbestandteil deiner Website sein sollten, sind unter anderem: allgemeine Informationen, Impressionen, Preise, Produkte und dein Kursplan. Im Internet findest du viele Anbieter, mit denen du deine eigene Website erstellen kannst. 

Bei der Erstellung und Aktualisierung deiner Website solltest du unbedingt in Suchmaschinenoptimierung (SEO) investieren. Wenn du die Zeit dafür nicht hast, kannst du dich an Experten in diesem Bereich wenden. Was bei SEO zu beachten ist: 

  1. 1. Führe eine Keyword Recherche durch, zum Beispiel mit Ubersuggest
  2. 2. Wähle Keywords mit geringer Konkurrenz und hohen Suchvolumen mithilfe von dem Google Keyword Planner
  3. 3. Optimiere deine Meta-Titel und -Beschreibung, um einen kurzen Überblick darüber zu geben, um was es auf deiner Seite geht und den Nutzer dazu anzuregen, zu klicken.
  4. 4. Optimiere deine Seiten und sorge für wertvolle Inhalte, die die Suchanfragen beantworten

3.3 Profitiere von dem Online-Buchungstool in FitogramPro

Wenn du FitogramPro benutzt, stellen wir dir ein kostenloses Online-Buchungstool zur Verfügung. In diesem Buchungstool sind alle deine kommenden Events aufgelistet. Deine Kunden können deine Online-Kurse online buchen und dir werden die Kunden in deinem Konto angezeigt. Das Beste: dieses Buchungstool kannst du direkt in deine Webseite integrieren. Wie das geht und weitere nützliche Informationen findest du auf dieser Seite.

Du nutzt unser Buchungstool? Großartig! In dem Buchungstool selbst haben deine Kunden die Möglichkeit, Events, die sie toll finden oder schon gebucht haben, mit ihren Freunden per Link, Facebook, Twitter oder WhatsApp zu teilen. Du profitierst dadurch ohne zusätzliche Arbeit. 

Du hast keine Lust neben Fitogram noch deine Webseite zu aktualisieren? Kein Problem! Seit kurzem gibt es in deinem Online-Buchungstool auch eine Studio-Seite. Diese kannst du alternativ als deine Webseite nutzen, denn sie beinhaltet alle wichtigen Informationen über dein Studio.

Du hast die Möglichkeit Bilder, eine Beschreibung von deinem Studio und deine Studioadresse hinzuzufügen. Deine Preise und Events werden automatisch angezeigt. Somit haben deine Kunden alle wichtigen Informationen auf einer Seite im Blick. Deine Bilder und Texte kannst du in den Einstellungen unter Text- und Bildverwaltung bearbeiten. Hier siehst du ein Beispiel einer Studio-Seite.

Online-Kurse promoten mit diesen 5 Tipps
Die Studio-Seite im Buchungstool von FitogramPro

3.4 Pflege deine sozialen Medien

Soziale Medien können geeignete Plattformen sein, um Neukunden auf dich aufmerksam zu machen und Bestandskunden weiter an dich zu binden. Die Auswahl der sozialen Medien hängt stark von deiner Zielgruppe ab. Die mit Abstand wichtigsten Medien heutzutage sind definitiv Facebook und Instagram. Während Instagram besonders wichtig bei den jüngeren Zielgruppen ist, findest du auf Facebook eine etwas ältere Zielgruppe.

Als erster Schritt solltest du ein aussagekräftiges Profil erstellen, das den Kunden hilft dein Angebot schnell zu erkennen. Füge eine informative Beschreibung hinzu und nutze überall das gleiche Logo und Bild, um einen einheitlichen Auftritt zu gewährleisten und deine Marke aufzubauen. 

Achte darauf, dass deine Profile nicht einschlafen. Regelmäßige Posts bringt dir mehr Reichweite, insbesondere wenn du Orte und Hashtags strategisch anwendest. Zudem trägt die konstante Interaktion mit deinen Kunden durch Kommentare oder Nachrichten zum Aufbau langfristiger Beziehungen bei. 

​​Welche Funktion du außerdem nicht ignorieren solltest, sind Stories! Du kannst zum Beispiel ein Foto mit all deinen Teilnehmern posten und diese markieren. Sobald du Personen markiert hast, haben diese die Möglichkeit deine Story in ihre zu übernehmen. Natürlich funktioniert das auch andersherum. Bitte einfach deine Teilnehmer eine Story nach deinem Kurs auf Instagram zu posten und dich zu markieren, wenn es ihnen gefallen hat. Durch diese Maßnahmen kannst du enorm viel Reichweite gewinnen, denn Empfehlungen von Freunden und Bekannten schenkt man mehr Glauben!

Soziale Medien sind essenziell für Yoga Marketing

3.5 Schalte bezahlte Marketingkampagnen

Werbung in sozialen Medien oder Suchmaschinen kann für manche Yogastudios in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Bevor du aber entsprechende Werbemaßnahmen ausspielst, solltest du dir im Klaren über die Ziele sein und definiert haben, was du mit der Werbung erreichen möchtest. 

Für jeden einzelnen Kurs in Werbung zu investieren, ergibt wenig Sinn. Doch bei der Eröffnung eines neuen Yogastudios oder bei größeren Sonderveranstaltungen kann es sich lohnen, eine Kampagne auf Facebook und/oder Instagram zu veröffentlichen, um potenziellen Kunden über dein Angebot zu informieren. So kannst du für relativ wenig Geld viele Menschen erreichen und die Bekanntheit deiner Marke erhöhen. 

Zu besonderen Anlässen kannst du ebenfalls von Google Ads Gebrauch machen. Beispielsweise, um dich schneller auf einem neuen Markt oder in einer neuen Nische zu etablieren. Achte unbedingt aber auf die Kosten für deine Werbung auf Google und schränke dein tägliches Budget ein. Oft lohnt es sich mehr deine Zeit und Geld in SEO hereinzustecken und langfristig davon zu profitieren.  

Womöglich benötigst du bei der Umsetzung von bezahlten Kampagnen die Unterstützung von Agenturen oder Freelancern. Grundsätzlich kann man jedoch viele Dinge selbst umsetzen.

Marketing palestre - Come aumentare la visibilità online
Yoga Marketing in den sozialen Medien

3.6 Verschicke Newsletter

Der Newsletter gehört schon seit Jahren zu den bewährten Marketing Tools und das nicht ohne Grund. Als traditionelle und offizielle Form der Kommunikation hängt der Erfolg natürlich auch sehr von deiner Zielgruppe ab. Eine etwas ältere Zielgruppe interagiert in der Regel deutlich besser mit dem Newsletter als eine jüngere Zielgruppe – diese sprichst du aber ja auch schon über die sozialen Medien an.

Du solltest den Newsletter, den du am besten in regelmäßigen Abständen verschickst, als eine direkte und sehr persönliche Art der Kommunikation mit deinen Kunden sehen. Versuche damit nicht nur deine Yogakurse zu bewerben, sondern deinen Kunden mit wertvollen Informationen und neue Erkenntnisse aus der Yoga-Welt zu versorgen. Übrigens kannst du auf diesem Weg auch alte oder inaktive Kunden reaktivieren. 

Ein gutes Tool für Newsletter-Marketing ist zum Beispiel Mailchimp.

Zusammenfassung

Für viele Menschen, die Yoga unterrichten, sind Marketing und Kundengewinnung etwas Neues und Unbekanntes. Wie du gesehen hast, gibt es allerdings nichts zu befürchten. Das Wichtigste ist es, eine Marketing-Strategie zu wählen, die zu dir und deinem Yoga-Angebot passt! Von den oben genannten Maßnahmen eignen sich nicht alle für jedes Yogastudio. Authentizität ist hier das oberste Gebot – deine Marketing-Maßnahmen müssen sich richtig anfühlen.

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