Marktanalyse für Yogaschulen

Selbstständig als Yogalehrer – Kursverwaltung leicht gemacht FitogramPro hilft dir deine Yogakurse richtig zu planen. Jeder, der anfängt nebenberuflich als Yogalehrer oder als hauptberuflicher Yogalehrer tätig zu sein, kennt es: Man…

Freitag,   |   Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten

Selbstständig als Yogalehrer – Kursverwaltung leicht gemacht

FitogramPro hilft dir deine Yogakurse richtig zu planen.

Jeder, der anfängt nebenberuflich als Yogalehrer oder als hauptberuflicher Yogalehrer tätig zu sein, kennt es: Man ist begeistert davon, sein in der Yogalehrer Ausbildung erworbenes Wissen praktisch umzusetzen und fängt an Yogakurse selbstständig anzubieten. Doch egal wie motiviert und inspiriert man ist: Wenn die Vorbereitungen unzureichend sind wird es häufig dem Zufall überlassen, ob ein Yogakurs gut besucht wird oder nicht.
Dann kann es z.B. dazu kommen, dass man in einem sehr schönen Raum kreative und achtsam vorbereitete Kurse gibt und trotzdem wenige Teilnehmer erscheinen. Irgendwann stellt man vielleicht fest, dass es in der Umgebung einen ähnlichen Yogakurs zur selben Zeit gibt, der schon seit Jahren etabliert ist. Oder dass andere Yogaschulen in der Nähe Teilnehmern mehr Flexibilität durch Yogastunden an verschiedenen Wochentagen bieten.
Daher empfehlen wir eine ausgiebige Angebotsanalyse durchzuführen, um dich vor ungeahnten Überraschungen zu bewahren:

Die Angebotsanalyse deines Yoga Umfelds

Überprüfe das Yogaangebot in deiner Umgebung, bevor du deine Kurse planst. 

  • Welche Yogarichtungen werden unterrichtet?
  • An welchen Wochentagen findet Unterricht statt?
  • Zu welchen Tageszeiten findet Unterricht statt?
  • Gibt es Angebote für besondere Zielgruppen?

Unsere detaillierte Anleitung für die Umfeldanalyse mit der dazugehörigen Tabelle wird dir dabei helfen, die gewonnen Informationen zu sammeln und zu verwerten. Was du herausfindest, trägst du in unsere Datei “Angebotsanalyse Yoga” ein.
So kannst du herausfinden, wo du mit deinem Yogaangebot stehst, ob deine Yogapreise angemessen sind und ob du Veränderungen in deiner Kursplanung vornehmen solltest. Zudem macht es unsere Tabelle leicht, ein komplett neues und individuelles Angebot für deine Kunden zu entwickeln.

Tabelle mit fiktivem Beispiel
Unser Tipp – Mut zur Lücke: Es wird nicht möglich sein, für jede Yogaschule jede Frage genau zu beantworten, weil einfach nicht alle Informationen herauszufinden sind. Wenn du die Antwort auf eine Frage nicht finden solltest, lass sie einfach weg

Download Tabelle Angebotsanalyse
Angebotsanalyse fiktives Beispiel

Schritt-für-Schritt Anleitung für die Analyse deines Yoga Umfelds

1. Auswahl der zu analysierenden Yogaangebote

Finde heraus, welche Yogaschulen es in einem Umkreis von 5-15 km gibt (in Städten ca. 5 km, in kleineren Orten ca. 10-15 km). Auch Fitness- und Pilatesstudios können eine Alternative für deine möglichen Yogaschüler sein. Der Radius der Recherche stellt das angenommene Einzugsgebiet deines Yogastudios dar. Um eine umfassende Idee vom Angebot anderer Yogalehrender zu erhalten, solltest deine Recherche  mindestens 15 Schulen umfassen. Im besten Fall beinhaltet deine Analyse alle Yogaschulen in deinem definierten Umkreis. Um alle Studios in deiner Umgebung zu finden, kannst du auf verschiedenen Seiten recherchieren:

  • Nutze Suchmaschinen wie Google, um nach Yogaangeboten in der Nähe zu suchen.
  • Schau auf Marktplätzen wie Fitogram.de, was für Angebote es in deinem Umkreis gibt.
  • Immer mehr Yogalehrer bieten ihre Kurse bei Anbietern wie dem Urban Sports Club an. Auch hier kannst du nach Yogakursen in deiner Stadt suchen.
  • Suche in Zeitungen, Telefonbüchern oder bei deiner Gemeinde nach Angeboten.

Trage die Namen der Studios oder Yogalehrer in Spalte A der Tabelle ein.

2. Trage die wichtigsten Informationen zusammen

Der schnellste Weg sich zu informieren, ist die Nutzung des Internets. Hier findest du meist die wichtigsten Informationen wie Preise, Kurse, zusätzliche Angeboten, Anzahl der Trainer (…). Du kannst Yogakurse anderer Studios auch selbst besuchen, um herauszufinden, was eine Yogastunde besonders macht und wie du dich mit deinem eigenen Unterrichtsstil abgrenzen kannst. So bekommst du auch ein Gespür dafür, welche Kurskonzepte und Kurszeiten besonders gut funktionieren und gut besucht sind. Es geht nicht darum, die Konkurrenz auszuspionieren, sondern sich bewusst zu sein, welches Angebot man selbst und welches das Nachbar-Yogastudio bietet. Die Mehrheit der Yogalehrenden findet es durchaus positiv, wenn ein Kollege oder eine Kollegin den Austausch sucht. Manchmal ergeben sich sogar Kooperationsmöglichkeiten.

Deine Erkenntnisse trägst du in die jeweiligen Felder der Angebotsanalyse ein. Falls du eine Vergleichskriterium vermisst, kannst du dieses natürlich zu der Tabelle hinzufügen.

3. Füge deine Yogastunden hinzu (falls du bereits Yogakurse anbietest)

Um festzustellen, wo du mit deinem eigenen Angebot im Vergleich zu den anderen Yogaschulen stehst, trage nun die Antworten auf alle Fragen für deine eigene Yogaschule in Zeile 5 der Tabelle ein. Ansonsten kannst du diese Zeile verwenden, um deine Ideen für deine Yogakurse zu notieren.

4. Auswertung der Informationen

Nachdem du die verschiedenen Angebote recherchiert und zusammengetragen hast, gilt es diese Informationen auszuwerten. Folgende Fragen können hierbei hilfreich sein:

  • Wie oft werden die selben Angebote gemacht?
  • Gibt es in meinem Umkreis Schwerpunkte?
  • Wer unterrichtet die selbe Yogarichtung wie ich?
  • An welchen Wochentagen/zu welchen Uhrzeiten gibt es bisher keine Kurse?
  • Wie sieht die Preisspanne für Yogaunterricht aus?
  • Für welche Zielgruppen gibt es spezielle Kurse?
  • Welche Kurse sind besonders gut besucht?

Je nachdem wie die Antworten aussehen, weißt du, ob du mit deinem Angebot richtig liegst oder auch nicht. Solltest du z.B. herausfinden, dass es in nächster Nähe bereits einige Kurse für Schwangerenyoga gibt, ist es wahrscheinlich nicht sinnvoll dies auch anzubieten. Außer natürlich dein Gebiet ist besonders familienfreundlich und die Kurse sind dementsprechend überfüllt. Wenn du feststellst, dass es in deinem Umfeld keine Kurse mit deiner oder einer ähnlichen Yogarichtung gibt, hast du wahrscheinlich den richtigen Standort für Dein Studio gewählt. Vielleicht bemerkst Du, dass es an einem bestimmten Wochentag noch keine Kurse gibt – dann könnte es sinnvoll sein an diesem Tag einen Kurs zu starten. Hier solltest du stets alle Einflussfaktoren berücksichtigen.
Yogalehrer selbstständig

Die richtigen Preise für deine Yogakurse

Sich die Preisgestaltung anderer Yogaschulen anzusehen, ist sinnvoll, um eine Idee davon zu haben, in welchem Rahmen man seine eigenen Preise selbst ansetzen möchte. Du solltest deine Yogakurse jedoch nicht günstiger als marktüblich anbieten,  um Teilnehmer anzulocken. Denn oftmals ist der Preis nicht dafür ausschlaggebend, ob jemand sich für deine Yogakurse entscheidet. Viel wichtiger als das Geld ist den meisten Menschen die Art, wie du Yoga unterrichtest.

Beispiel aus der Praxis von Carmen-Kamala Kegler:

„Als ich 2009 angefangen habe, Yoga in Köln zu unterrichten, habe ich zunächst einfach einen Preis festgelegt, der mir plausibel erschien. Nachdem ich mich nach einiger Zeit mit der Preisgestaltung von anderen Schulen befasst hatte, stellte ich fest, dass ich für eine 10er-Karte ca. 30 Euro mehr als die meisten anderen Schulen genommen hatte. Ich vermute sogar, dass mein Kurs damals der teuerste der Stadt war. Trotzdem hatte ich Teilnehmer, denen die Art des Unterrichts anscheinend wichtiger als das Geld war.  
Nachdem mir irgendwann klar wurde, dass der Kurs zu teuer war, habe ich die Preise gesenkt. Ich musste allerdings feststellen, dass das den meisten Leuten tatsächlich egal war.“

Authentizität ist alles

Das Angebot in deinem Umfeld zu kennen ist wichtig, um dich entsprechend davon abheben zu können. Doch das ist nicht alles. Egal, was du anbietest, dein Yogaunterricht muss in erster Linie authentisch zu dir passen. Yogaschüler merken es sehr schnell, wenn du nicht mit dem Herzen dabei bist.
Also nutze die Auswertung, um ein für dich und deine Schüler passendes Angebot zu kreieren, aber verbiege dich nicht. 
In unsere Studie zum Thema beliebte Kurszeiten für Yogastunden oder unser Yogahandbuch findest du weitere Tipps und Infos zur Planung deiner Yogakurse. Und wenn du mehr Zeit für deine Kunden haben möchtest und weniger Zeit für Administration und Verwaltung investieren möchtest, dann schau dir doch mal unsere Software FitogramPro an! 🙂
Download Beliebte Kurszeiten

Download Yogahandbuch
Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Kursorganisation und bereichernde Yogastunden für deine Schüler und dich.

Verfasst von: Carmen Kegler, Ahimsa Yoga

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